

Vor zweitausend Jahren legten sich die Menschen in Vorderasien gekaute Feigen auf offene Wunden. Und im Mittelalter brachte man in Europa den Saft von Wolfsmilchgewächsen auf Furunkeln und Warzen auf.
Vor allem bei Krankheiten braucht es sehr viel Enzyme. Früchte wie Ananas, Papaya, Feigen, oder Kiwis enthalten besonders viele Enzyme. Allerdings erreichen diese ihre Wirkung nicht, wenn man sie isst. Denn die Magensäure greift die Enzyme an. Gelangen die Enzyme dagegen unbeschadet bis in den Darm, können sie in die Blutbahn resorbiert werden. Das Blut wiederum bringt sie an die Stellen im Organismus, wo sie gebraucht werden.
Enzyme sind in der Medizin mittlerweile als Standardtherapie anerkannt. So werden z.B. bei einem akuten Herzinfarkt oder Schlaganfall Enzyme zur Auflösung von Blutgerinnseln eingesetzt und intravenös verabreicht. Auf Grund der umfassenden wissenschaftlichen Wirkungsweisen werden Enzyme bei einer grossen Anzahl von Krankheiten angewandt so z. B. bei Nebenhöhlenentzündungen, Bronchitis, rheumatoiden Gelenksentzündungen, Gefässerkrankungen, Schuppenflechte, zur Minderung von Nebenwirkungen der Strahlen- und Chemotherapie bei Tumoren.